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Höhe über Meer: 738 m
Castaño del Robledo befindet sich im Herzen der „Sierra de Aracena“, die ein Teil der Sierra Morena ist. Es handelt sich bei dieser Gebirgskette um die südliche Abbruchsgrenze der Meseta, die ein Rest der herzianischen Gebirgsbildung darstellt. Die alpine Faltung hob das Rumpfgebirge an, und die Erosion modellierte es zur heutigen Sierra Morena. Die Böden des Gemeindegebiets stammen überwiegend aus dem Cambrium und bestehen aus einer grossen Schicht Kalkstein und nachfolgenden Bändern sauren und basischen Gesteins vulkanischen Ursprungs. Es handelt sich also um arme Böden, „hartnäckig, flau, steinig und schiefrig („tenaz, flojo, pedregoso“ Madoz, 1850), die ausserdem Erosion durch die starken Regenfälle und die Winterfröste erleiden. Wie in der ganzen Sierra de Aracena halten die Karstformationen das Wasser zurück, und lassen es während des ganzen Jahres in Form von Brunnen und Quellen wieder an die Oberfläche, was die Bewässerung der Gemüse- und Obstgärten in den Schwemmböden im Talgrund und an den sanften Hängen begünstigt.
Die Sierra ist das erste Hindernis für die feuchten Winde, die von Atlantik kommen. Das erklärt die üppigen Niederschläge, so um die 1200 mm im Jahrschnitt. Die Sierra befindet sich aber auch noch innerhalb der Begegnungszone zwischen der subtropischen Hochdruck und den subpolaren Tiefdruckrinne, welche die Periodizität des Wetters bestimmen: Mediterranes Klima mit trockenem Sommer und Winterregen. Das Winterklima wird durch die Nähe des Atlantiks abgemildert. Trotz der Höhe von 738 Meter über Null schneit es sehr selten und die 2 bis 20 Fröste ereignen sich vor allem in den Stunden vor Sonnenaufgang, während des Tages steigt dann die Temperatur auf über Null. Die Luft ist meist trocken. Und genau dies sind die optimalen Bedingungen für die berühmten luftgetrockneten Schinken (Jamón Pata Negra). Die ursprüngliche Bewaldung gibt es nur noch in schwer zugänglichen Randgebieten wie den „Riscos Altos“. Als Folge der Nachfrage Sevillas nach Holz wurden immer mehr Kastanienbäume gepflanzt (1). Heute findet man auch Kiefern und Eukaliptus der Holz und Papierindustrie wegen. Die Gemüsegärten befinden sich auf dem Rückzug der Landflucht wegen.
(1)"... han tornado a talar y a quemar los dichos robledos y despoblar los robles y maderas dello /.../e llavando las dichas maderas a vender fuera del término e juresdicción de la dicha cibtat, e cortando los robles e enzinas e otros árboles para fazer dellos carbón"( ..und sie rodeten und brannten die genannten Eichenhaine und entfernten die Eichen und die Hölzer aus ihnen /.../ und die genannten Hölzer rausbrigend zum Verkauf ausserhalb der Gemeinde und des Bezirks der genannten Stadt und fällend die Stein- und Stieleichen und andere Bäume um Holzkohle su gewinnen). cit. nach Mª Virtudes Fernández Chavero, El Castañar: Nuestro Bosque Artficial, Aracena 1997. Im Jahre 1731 bietet Aracena Steuernachlass denjenigen Bürgern, die den Wald säubern, roden und Kastanienbäume pflanzen "porque dichos montes bajos sólo sirven para abrigo a lobos, jabalíes y otros animales muy dañosos a la agricultura" (da diese Wälder ja nur Wölfen, Wildschweinen und anderen für die Landwirtschaft schädlichen Tieren als Unterschlupf dienen). |
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